Reformer oder Matte Pilates: was passt zu dir?

Was ist Reformer Pilates, und wie unterscheidet es sich von der Matte? Matte und Reformer folgen denselben Prinzipien: Atmung, Kontrolle, Kraft aus der Körpermitte. Auf der Matte arbeitest du mit deinem eigenen Körpergewicht und kleinen Props, am Reformer mit Federn, die dich tragen oder fordern. Was besser zu dir passt, hängt weniger von deinem Level ab als davon, wie du gern trainierst.
Was auf der Matte passiert
Mattenpilates ist die Grundlage der Methode. Du liegst, sitzt oder kniest und lernst, deine Bewegungen aus der Körpermitte zu steuern. Joseph Pilates nannte diese Mitte das Powerhouse: die tiefe Muskulatur von Bauch, Rücken und Beckenboden.
Bei MÉ·US heißt der Kurs Pilates Mat & Props. Props sind kleine Hilfsmittel wie Magic Circle, Ball oder leichte Gewichte. Sie machen eine Übung leichter oder schwerer und zeigen dir, welche Muskeln gerade arbeiten. In einem Mattenkurs sind höchstens 10 Personen.
Auf der Matte arbeitet keine Feder mit. Manche Übungen fühlen sich deshalb am Anfang schwerer an, als sie aussehen. Das ist normal. Anastasija empfiehlt die Matte allen, auch denen, die vor allem an die Geräte möchten.
Was am Reformer anders ist
Der Reformer ist ein Gerät mit beweglichem Schlitten, Federn, Gurten und einer Fußstange. Über die Federn stellst du den Widerstand ein. Eine Feder kann eine Bewegung schwerer machen. Sie kann dich aber auch tragen, etwa wenn du eine Übung zum ersten Mal machst.
In den Gerätekursen bei MÉ·US arbeitest du am Reformer und am Tower, in fortgeschrittenen Stunden auch an Cadillac, Wunda Chair und Spine Corrector. Alle Geräte sind von BASI Systems und lassen sich an Körpergröße und Trainingsstand anpassen.
Der größte Unterschied zu vielen Reformer-Studios liegt in der Gruppengröße. An den Geräten trainieren bei MÉ·US höchstens 3 Personen. Anastasija sieht jede Bewegung, prüft die Einstellung der Federn und korrigiert die Position deines Beckens, bevor sich ein Fehler einschleift.
Matte und Geräte im Vergleich
Alle Preise sind Gesamtpreise und gelten im Studio in der Bahnstadt, Stand Oktober 2026.
| Matte (Mat & Props) | Geräte (Reformer & Tower) | |
|---|---|---|
| Widerstand | eigenes Körpergewicht und Props | Federn, einstellbar |
| Gruppengröße bei MÉ·US | höchstens 10 | höchstens 3 |
| Dauer | 60 Minuten, Midday Reset 45 Minuten | 60 Minuten |
| Probestunde | 20 € | 39 € |
| Einzelstunde | 24 € | 50 € |
| 10er-Karte | 200 €, also 20 € pro Stunde | 400 €, also 40 € pro Stunde |
| Gut für | Grundlagen, Körpergefühl, regelmäßiges Training zu kleinerem Preis | genaue Korrekturen, Abwechslung, Unterstützung durch die Federn |
Für wen sich die Matte zuerst lohnt
Wenn du Pilates zum ersten Mal ausprobierst und erst wissen willst, ob dir die Methode liegt, ist die Matte ein guter Anfang. Sie kostet weniger, und du lernst die Prinzipien, auf denen alles andere aufbaut.
Auch wer mehrmals pro Woche trainieren will, kommt mit der Matte günstiger weg. Mit der Mitgliedschaft Mat & Barre für 10 Kurse im Monat zahlst du 170 €, also 17 € pro Stunde. Darin sind auch Barre, Midday Reset und Signature Flow enthalten.
Für wen der Reformer zuerst passt
Am Reformer gibt dir die Feder eine Rückmeldung. Du spürst, in welche Richtung die Bewegung gehen soll. Für manche ist das der leichtere Einstieg, gerade wenn sie sich auf der Matte unsicher fühlen.
Wenn du mit viel Aufmerksamkeit trainieren möchtest, ist die 3er-Gruppe an den Geräten nah an einer Privatstunde. Für den Einstieg gibt es Reformer & Tower Anfänger, dienstags um 17:00 Uhr und freitags um 19:30 Uhr. Dort lernst du Geräte, Einstellungen und Grundübungen Schritt für Schritt.
Wer Erfahrung mitbringt, wechselt in die Mittelstufe oder den Equipment Mix für Fortgeschrittene. Der Wechsel hängt nicht an der Zahl deiner Stunden. Er richtet sich nach Ausführung und Körperkontrolle, und das sprichst du mit Anastasija ab.
Warum die meisten am Ende beides machen
Matte und Geräte ergänzen sich. Was du auf der Matte lernst, hilft dir am Reformer, die Feder zu kontrollieren, statt dich von ihr bewegen zu lassen. Am Reformer spürst du Positionen deutlicher und erkennst sie danach auf der Matte wieder. Anastasija rät deshalb, Gerätetraining regelmäßig mit Pilates Mat & Props zu kombinieren.
Ein Beispiel für eine Woche: donnerstags um 12:15 Uhr der Midday Reset, 45 Minuten Matte in der Mittagspause, und freitags Reformer & Tower. Für so einen Mix gibt es die Mitgliedschaft MÉ·US All, mit der du Geräte, Matte und Barre frei kombinierst. Mit 5 Kursen im Monat kostet sie 190 €, mit 10 Kursen 340 €.
Beides testen, bevor du dich festlegst
Die MÉ·US Intro Experience enthält eine Stunde Mat & Props, eine Stunde Barre und eine Stunde an den Geräten. Sie kostet 69 € und ist zwei Monate gültig. Einzeln gebucht kosten die drei Stunden 98 €.
Nach den drei Stunden weißt du, wo du dich wohlfühlst. Wenn du danach noch unsicher bist, welche Karte oder Mitgliedschaft passt, buch das kostenlose Beratungsgespräch. Es dauert 20 Minuten.
Intro Experience für 69 € buchen Reformer und Tower mit höchstens 3 Personen Mattenpilates mit Props in der Bahnstadt